In diesem Jahr feiert die Hamburger Krebsgesellschaft ihr 60jähriges Bestehen. Im Jahre 1951 wurde der Verein von engagierten Eppendorfer Ärzten, wie Prof. Konjetzny, Chefarzt der Chirurgischen Klinik, und Vertretern der Hamburger Gesundheitsbehörde, wie Obermedizinalrat Dr. Gemsjäger, gegründet.
Sechs Jahrzehnte haben das Wissen über die Krebskrankheiten und ihre Behandlung dramatisch verändert. Die Hamburger Krebsgesellschaft war an dieser Entwicklung besonders durch die Unterstützung der Forschung beteiligt. Mit den Veränderungen in der Medizin haben sich auch die Schwerpunkte der Aufgaben der Krebsgesellschaft gewandelt: Heute sind die Unterstützung der Betroffenen durch Beratung und Gesundheitstraining sowie das gesundheits- politische Engagement genauso wichtig geworden wie die Wissenschaftsförderung.
Der Dank gilt den Hamburger Bürgern, die diese Arbeit durch ihre Spenden und Vermächtnisse kontinuierlich seit 60 Jahren möglich gemacht haben.
Aus Anlass des Jubiläums veranstaltete die Hamburger Krebsgesellschaft am Freitag, den 2. September 2011, eine Vortragsveranstaltung mit einem anschließenden Abendessen im Haus und Garten der Gesellschaft mit Gästen aus dem Kreis der in Wissenschaft und Behandlung tätigen Experten, der Vertreter der Patientenorganisationen sowie der Mitglieder und Förderer.
Die Gesundheitssenatorin Frau Cornelia Prüfer-Storcks würdigte bei dieser Veranstaltung in einem Grußwort die langjährige Zusammenarbeit der Gesundheitsbehörde und der Hamburger Krebsgesellschaft. Der Dekan des Universitätsklinikums Hamburg - Eppendorf Prof. Dr. Dr. Uwe Koch - Gromus bedankte sich für die Unterstützung der Krebsforschung am UKE durch die Förderung vieler Studienprojekte und die Auszeichnung vieler Wissenschaftler mit dem G. E. Konjetzny - Preis. Prof. Dr. Guido Sauter, Direktor des Instituts für Pathologie des UKE und Vorstandsmitglied der Hamburger Krebsgesellschaft, beleuchtete in seinem Vortrag die Zukunft der Onkologie und der individualisierten Therapie aus der Sicht der Pathologie und der Molekularbiologie. Der Vorsitzende der Hamburger Krebsgesellschaft Prof. Dr. U. R. Kleeberg stellte in einem Rückblick die Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Schwerpunkte in Forschungsförderung, Prävention und Unterstützung der Patienten sowie die gesundheitspolitischen Aufgaben in Hinblick auf die Zukunft dar.