Die Hamburger Krebsgesellschaft verleiht ihren Forschungspreis 2010 an zwei Hamburger Wissenschaftler
Am 25. November 2010 wurde der mit 10.000 € dotierten Konjetzny-Preis der Hamburger Krebsgesellschaft für das Jahr 2010 an die Hamburger Wissenschaftler Dr. Sabine Windhorst und Prof. Dr. Nicolaus Kröger verliehen. Der Preis und das Preisgeld von 10.000 Euro werden in diesem Jahr geteilt und je zur Hälfte an die Forscher vergeben.
Die Diplom-Biologin Dr. rer. nat. Sabine Windhorst aus dem Institut für Biochemie und Molekularbiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf hat den Preis für eine Arbeit zum Nachweis der Bedeutung des Enzyms ITPKA (Inositol-1,4,5-trisphosphat 3-Kinase-A) für die Metastasierung von Tumorzellen erhalten. Sie konnte in ihrer Studie zeigen, dass eine Hochregulation von ITPKA den Tumorzellen eine stärkere Motilität verleiht und dadurch die Metastasierung fördert. Außerdem konnte der Mechanismus der ITPKA induzierten Migration aufgeklärt werden. Das Protein stimuliert die Migration durch die Bündelung von Aktinfilamenten und durch die Regulation des Kalzium mobilisierenden sekundären Botenstoffes InsPs3.
Der Arzt und Wissenschaftler Prof. Dr. med. Nicolaus Kröger aus der Klinik für Stammzelltransplantion des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf hat den Preis für seine Forschung zur Entwicklung neuer Methoden zur Behandlung der primären Myelofibrose erhalten, einer Form der Leukämie, bei der das Knochenmark zunehmend fibrosiert, d. h. vernarbt, und es so zu einer mangelnden Blutbildung kommt. Durch eine besondere Form der Blutstammzelltransplantation können therapiebedingte Komplikationen deutlich gesenkt und auch das Anwachsen der neuen Stammzellen erleichtert werden, so dass diese Therapie auch bei älteren Patienten, die über 60 Jahre alt sind, erfolgreich angewendet werden kann.
Prof. Dr. Ulrich R. Kleeberg, Vorsitzender der Hamburger Krebsgesellschaft, hat den Preis am Donnerstag, den 25. November 2010, um 16 Uhr 30 im Festsaal des Erikahauses des Universitätsklinikums Eppendorf in Anwesenheit von Prof. Dr. Jörg Debatin, Ärztlicher Direktor des UKE, und Senatsdirektor Norbert Lettau, Vertreter der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, überreicht.
Dieser Wissenschaftspreis wird seit 1955 von der Hamburger Krebsgesellschaft jährlich verliehen, um die Forschung über Krebskrankheiten anzuregen, zu fördern und zu würdigen. "Mit diesem Preis möchten wir Wissenschaftler für herausragende Arbeiten auszeichnen und motivieren, sich auch langfristig in der Krebsforschung zu betätigen, um dadurch die Behandlungsmöglichkeiten für Krebspatienten zu verbessern," erläutert Prof. Kleeberg das Anliegen der Hamburger Krebsgesellschaft.
Rückfragen und weitere Informationen bei:
Dr. Sabine Windhorst, E-Mail: s.windhorst@uke
Prof. Dr. Nicolaus Kröger, E-Mail: n.kroeger@uke.de